Nach dem ersten Teamevent des Jahres, an dem wir Quad fuhren, bauten wir während des zweiten Events ein Floß. Mitte September ein Floß zu bauen! Das hat mancher wettermässig als recht gewagt eingestuft! Je näher der Tag kam, desto schlimmer wurde es auch: Zwei Tage vor dem Event lag das Thermostat mit 10 Grad bei Regen (im Sommer!) spätherbstlich am Boden. Die Spannung stieg, die Wettervorhersage wurde besser – und so haben sich alle YMC-Mitarbeiter voller Spannung am Freitag den 14. September (gut ausgesucht :), um 8:45 auf den Weg nach Nussdorf bei Überlingen zu unserem Veranstalter gemacht.

Nach der Busfahrt bekamen wir erst mal das rote Tuch gezeigt. Noch etwas unmotiviert wurden wir im “Rundmacher” oder “Kreismacher” versammelt, ein kreisrundes Tuch. Das Ziel dieser Übung bestand darin, ein erstes Teamgefühl zu bekommen: Alle nur erdenklichen “Sub-Teams” von YMC mussten sich in der Mitte des Kreises kurz versammeln und vorstellen. Das führte natürlich zu Lücken im Kreis, welche die anderen durch mehr Spannung und Kraft ausgleichen mussten. So spürte man schnell, wenn Kollegen fehlen – ganz wie im Alltag. Eine einfache und zugleich beeindruckende Übung zur Veranschaulichung von Teamgefühl und Teamzusammenhalt.

Der rote Tuchkreis

Die zweite Partie wurde kompetitiv. In zwei Gruppen, die gegeneinander spielten, ging es nun darum, sich auf einer riesigen Wippe so zu platzieren, dass die Wippe mindestens 30 Sekunden im Gleichgewicht blieb. Zwischendurch konnten wir uns über unsere Strategie erneut beraten und bekamen eine zweite Chance, das Gleichgewicht in der Gruppe zu finden.

Geschafft: 1 min 40 sek – der absolute Rekord der Saison

Nach dem Mittagessen durften wir endlich unser Floss bauen. Nicht ein grosses, sondern gleich vier Flösse. Das Wetter wurde dabei immer besser, es wurde wärmer und wärmer, so dass wir uns unserer Jacken entledigen und die Sonne geniessen konnten.

Die Regeln für das Flossbauen waren hart. Zu Beginn mussten wir uns für eine Konstruktion entscheiden und dafür auch das Material besorgen. Obwohl im Überfluss vorhanden, wurde uns nur eine begrenzte Menge Material bereitgestellt, so dass wir untereinander über Reifen und Fässer verhandeln mussten.

Das Piratenfloss “RMS EPG-Anbindung” mit einer Mast und Piratenflagge

Nachverhandeln konnte man nicht. Aber das ist natürlich der Sinn der Sache, sonst wäre ja alles zu einfach gewesen. Wir hätten vermutlich irgendwelche Monsterkonstruktionen gebaut, die wir dann nicht mal in der Lage gewesen wären, bis zum Ufer zu schleppen.

“Java” – die Enterprise Version von einem Floß

Das Spannende dabei war das Resultat – jedes der vier Flösse war einzigartig! Es war alles dabei, angefangen von dem superleichten Dreieck-Piratenfloss, über das Enterprise-Java-Floss mit zwei Kielen, bis zu einem sehr schweren, dafür aber unsinkbaren Riesenfloss.

Das Unsinkbare

Nachdem die Bauten fertig waren und auch noch den TÜV überstanden (hochheben und krachend fallen lassen), durften wir unsere Konstruktionen endlich auf dem Wasser ausprobieren.

Das Hochgestellte – nass sind sie aber trotzdem alle geworden ;-)

Das Wetter war herrlich. Wir trugen unsere “Kinder” zum Ufer und liessen sie mit klopfenden Herzen zu Wasser. Und siehe da – alle Vier waren binnenseetüchtig und konnten auch problemlos ihre Fracht, d.h. alle Teammitglieder tragen.

Wir in Action

Sobald wir unsere Plätze eingenommen hatten – die teilweise sehr nass ausfielen, ging es richtig zur Sache! Ein Flossrennen war angesagt! Wir haben gepaddelt, was das Zeug hielt und … the winner was … das leichteste Floss von allen, das Piratenfloss! Da war ich auch mit drauf, was mich sehr stolz machte und all unsere Mühen und Entbehrungen (im kalten Wasser sitzen) sofort wieder vergessen liessen. Gleich nach dem Rennen sollten wir noch ausgesetzte Quietscheenten “jagen” (=einsammeln). Diesmal gewann ein Team, das extrem viel Engagement zeigte – einer sprang vom Floss und hat schwimmend, ohne das schwer zu manövrierende Gefährt, ganz frech die Enten “weggesammelt” :-) Aber Spass muss natürlich auch sein, genau dafür gibt es ja die Teamevents :-)

Die stolzen Seemänner/Frauen

Da war das Flossabenteuer auch schon vorbei und wir mussten die sagehaften Konstruktionen wieder auseinanderbauen. Dafür war das Grillen zum Greifen nah, uns lief bereits das Wasser im Munde zusammen, doch unser Veranstalter gab uns noch eine Aufgabe: Erklimmen der Teamwand! Das war nicht jedermanns Sache und letztendlich beschlossen wir eine Teamspaltung – es geht also nicht immer nur um Zusammenhalt ;) Das Ziel der Übung war es, eine 3,95m hohe, absolut glatte Wand, nur mit Hilfe von Kollegen, ohne Seile oder sonstige Mittel, zu überwinden. Für die letzte Person war ein Seil zum Hochziehen erlaubt, alle anderen sollten nur durch den magischen Teamgeist nach oben kommen. Es hat einige Zeit gedauert, bis die optimale Zusammenstellung gefunden wurde, die es erlaubt hat zunächst mal eine Person nach oben zu bringen. Danach ging es schon mal schneller, aber auch abenteuerlicher. Letztendlich rettete uns das Grillen – heiss schmeckt es am besten.

Bezwingung der Teamwand

Nach einem schönen Abendessen und interessanten Gesprächen machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Kreuzlingen. Ein sehr schöner Tag ging zu Ende und wird noch lange in Erinnerung bleiben!

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