Im Rahmen der Vorfreude auf den Record Store Day 2013 vom Samstag, 20. April spielte unser liebster Radiosender SRF Virus am Freitag 12 Stunden lang Musik ab Vinyl. Am Start waren Schweizer Musikerinnen und Musiker, die SRF Virus DJ Crew und reguläre Hörer, darunter auch ich.

Vor meinem ersten öffentlichen Auftritt bin ich erstaunlicherweise mit bekannten Aufgabenkomplexen in Berührung gekommen:

  • Anforderungsanalyse: Mit nur fünf Tracks beworben, die allgemeine Richtung stimmt.
  • Systemdesign: In eine Stunde passen ca 15 Platten, passen diese auch zusammen?
  • Änderungswesen: Wenn ich diese Platte jetzt austausche, passt der Rest noch zusammen?
  • Risikomanagement: Was, wenn nicht alle Tracks in eine Stunde reinpassen? Auf welchen Track kann ich verzichten?

Die finale Setliste bestand schliesslich aus meinen persönlichen Favoriten zwischen 1949 (A Bag Full of Rags) und 2013 (Reconsider – Jamie XX Edit). Dank aufmerksamen Probehörern und kleinen Anpassungen im Ablauf ist so ein schönes Set von 58 Minuten zusammengekommen, welches ich am Tag darauf mit grosser Freude ins Radiostudio tragen durfte.

Souvenirs

Um meinen ersten – und vorerst leider auch letzten – Tag beim Radio in guter Erinnerung behalten zu können, habe ich in der Vorbereitung für einen Mitschnitt der Webcam ins Studio gesorgt und daraus einen Timelapse geschnitten.

Webcam-Grabber

Der Bezug der Bilder erfolgt hierbei mit einem trivialen PHP-Script, welches ein fixes Bild (hier die Webcam) herunterlädt und mit einem sequentiellen Dateinamen versieht:

Nach einer Stunde habe ich ~3600 Bilder in meinem Ordner, welche von 000001.jpg hoch zählen.

Timelapse

Mit iMovie lassen sich die Bilder leicht zu einem Film zusammenschneiden. Ich starte dafür mit einem neuen Projekt:

Im neuen Projekt müssen erst globale Einstellungen vorgenommen werden. Unter Ablage >  Projekteinstellungen kommt die Einstellung für “Bei Platzierung von Fotos” auf “An Rahmen anpassen”:

Jetzt können die Bilder einfach in den Projektbereich gezogen werden. Dem danach erscheinenden Statusbalken sollte man nur bedingt glauben schenken, bei 3600 Bildern dauert das gerne eine Stunde.

Nach dem Import der Bilder können wir die Framerate noch weiter verringern. Dafür reicht ein Klick auf das Zahnradicon im ersten Bild und die Auswahl von “Clip-Anpassungen”. Hier kann die Dauer auf 0.1s gestellt werden. Mit der Checkbox “Auf alle Standbilder anwenden” erspart man sich diese Arbeit 3’599 mal.

Nun kann der Film via “Bereitstellen > Exportieren” exportiert werden oder direkt mittels iMovie auf diversen Videoplattformen geteilt werden.

Movie-Time

Das fertige Ergebnis präsentiert sich nun wie folgt:

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